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News-Archiv

Montag 05. Juli 2004, Alter: 14 Jahre

MARATONA DLES DOLOMITES

oder, Pater's Leidensweg


Am Sonntag dem 4. Juli fand in der autonomen Provinz von Südtirol der seit dem Jahre 1987 ausgetragene Maratona dles Dolomites statt.

Marco Calcopietro und Ich (Manfred Rappolt) starteten als Verstärkung für das Team Bank Austria, jedoch „autonom“ in unserer eigenen Teamkleidung.
Es standen je nach Leistungsvermögen oder Tagesverfassung 3 Strecken zur Auswahl, 57km, 110km und 147km.
Wobei bei der 147km Marathonstrecke mit über 4300 Höhenmetern und den Pässen Canmpolongo (der 2x überquert werden mußte), Passo Pordoi, Passo Sella, Passo Gardena, Passo Giau und dem Passo Falzarego bzw dem Passo Valparola einige sehr schwere „Brocken“ zu überwinden waren.
Der Start erfolgte in Startblöcken um 6:15 !!!!! durch den Giro Sieger Damiano Cunego.
Marco hatte durch seine bereits 5. Teilnahme die Berechtigung in der zweiten Gruppe zu starten und damit den Vorteil sein Leistungsvermögen gleich in Vortrieb umzusetzen.
Jedoch machten sich in fortlaufe des Marathons Krämpfe bemerkbar und es war absehbar, daß eine Zeitverbesserung gegenüber dem letzten Jahr nicht mehr möglich war, was eine Rückversetzung in der Startgruppe für das folgende Jahr zur Folge hätte.
Somit war Schadensbegrenzung angesagt und eine Umsteigen auf die 110km Strecke (3030 Höhenmeter !!) unausweichlich.
Diese beendete Marco als hervorragender 235. von 2510 Qualifizierten.
Meine Wenigkeit nahm zum ersten Mal daran teil, auch konnte ich keine internationale Top Plazierung aufweisen, somit wurde ich in die letzte Startgruppe „verbannt“.
Ich überfuhr die Startlinie um ca. 20 Minuten !!! später als die ersten Starter.
Auf den ersten beiden Pässen war ein flüssiges Vorankommen äußerst schwierig, erst am Passo Sella fand ich zu meinen Rythmus als „hervorragender Bergfahrer“ J
Bis zum Fuße des Passo Giau konnte ich dann Zeit und Plätze gutmachen.
Jedoch bekam ich dann zu spüren, warum gerade von diesem Passo Giau im Vorfeld so erfurchtsvoll gesprochen wurde.
Ich machte Bekanntschaft mit dem berüchtigten „Mann mit dem Hammer“.
Die letzten 5 km zur Paßhöhe waren eine einzige mit Krämpfen begleitete Qual. Auf der Paßhöhe angekommen mußte ich mich am aufgebauten Buffet erstmals in diesem Marathon stärken und ich hatte arge Bedenken ob ich den letzten Anstieg zum Passo Falzarego heil überstehen würde.
Dieser erwies sich leichter als befürchtet und ich konnte dann auf der Abfahrt noch 3 Plätze gutmachen und kurz vor dem Ziel zu einer Gruppe aufschließen.
Beim abschließenden Zielsprint !!!!! riskierte ich in der Zielkurve noch mal alles und trat nach Vorbild von Franz und Almi einfach durch und entschied den Sprint als insgesamt 590. von 3518 Qualifizierten noch für mich. J
Naja, sonst wär i vielleicht 600irgendwas wordn J J.
Bei der abschließenden Pasta Partie machten wir unseren Motto dann wieder alle Ehre.
Resümee: Dies war der best-organisierte Radmarathon an dem ich je teilgenommen habe, - angefangen von der komplett gesperrten Strecke bis hin zur Betreuung und Verpflegung war alles Spitzenklasse.
Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wieder daran teilnehmen.
Es ist ein Radsportfest sondergleichen, daß jeder Straßenradsportler, egal ob Profi oder Freizeitradler erlebt haben sollte.

Habe d'Ehre
Pater