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News-Archiv

Freitag 27. August 2004, Alter: 14 Jahre

10. UCI WORLD MASTER ROAD CHAMPIONSHIPS

St. Johann in Tirol – 27. August 2004


Bericht: Michael Alfon
Aufgrund der zuletzt wieder ansteigenden Formkurve (und einer Hochzeitseinladung in Tirol) hatte ich mich kurzfristig dazu entschlossen, an der Strassen-Weltmeisterschaft für Masterfahrer teilzunehmen.
Den St.Johanner Rundkurs, welcher dreimal zu absolvieren war, kannte ich ja noch aus längst vergangenen Tagen und bis auf einige Verkehrsinseln (von denen mir eine fast zum Verhängnis werden sollte) ist er ident mit der alten Elite-Runde.
Die Strecke führte gleich nach dem Start über die Huberhöhe nach Schwendt, den zweiten Hügel nach Kössen und über Erpfendorf zurück nach St. Johann, lediglich der Zieleinlauf war für mich Neuland.
In meiner Kategorie nahm um 13:15 Uhr ein beachtliches und internationales, mit einigen Ex-Profis stark besetztes, Starterfeld Aufstellung.
Von Südafrika über sämtliche klassische Radsportnationen, bis hin zu Russland und Finnland nahmen 138 Starter, darunter lediglich 5 Österreicher, die 116 zu absolvierenden Kilometer in Angriff.
Gleich vom Start weg ging es für mich fast etwas zu schnell los und ich hatte in den ersten beiden Runden einige Mühe eine gute und bei der Hektik im Feld auch notwendige Position zu halten. Nach Beendigung der zweiten Runde hegte ich einige Zweifel, ob es mir aufgrund der etwas schweren Beine gelingen würde, das Ziel im Hauptfeld zu erreichen. So beschloß ich die letzte Auffahrt zur Huberhöhe in den vorderen Positionen in Angriff zu nehmen. Nur war ich da anscheinend nicht der Einzige, es gelang mir aber als ca. 30er in die Steigung zu fahren und plötzlich merkte ich, dass der alte Renninstinkt erwachte. Einige der von mir höher eingeschätzten Fahrer bekamen Probleme und mußten teilweise sogar reißen lassen. Bei der von Hunderten Zusehern belagerten Bergwertung war ich im Spitzenfeld zu finden und diese Position wollte ich auch auf den verbleibenden 20 Kilometern nicht gerne verschenken.
Vor Schwendt setzten sich dann 5 Fahrer ab, und da keine Italiener in der Spitze waren, dachte ich auch nicht, dass diese Gruppe ankommen würde – Irrtum!
Die Squadra Azzura, die mit einem 8-köpfigen Nationalteam angetreten war, konnte das Loch nicht mehr schließen und so trat das durch einige Stürze weiter dezimierte Feld mit 27 Sekunden Rückstand zum Sprint in St. Johann an.
Bei der 1000-Metermarke war ich noch nicht gut genug positioniert und wollte daher dieses Manko in der Zielkurve wettmachen. Ich plante, in der 90° Kurve, nach alter Manier, innen durchzufahren, was mir auch gelang. Nur hatte ich auf die unmittelbar folgende Verkehrsinsel vergessen, welche sich plötzlich vor mir aufbaute! Die zwei Möglichkeiten die mir blieben waren, über die Insel springen (bei ca. 55 Km/h keine so gute Idee) oder Vollbremsung und innen vorbei.
Ich entschied mich für zweiteres und anstatt einer Positionsverbesserung fand ich mich plötzlich als ca. 40er wieder. Aber noch wollte ich nicht aufstecken, irgendwie gingen ein paar Löcher auf und bei der 200er-Marke hatte ich freie Fahrt. Leider war „nur“ mehr der 15. Platz im Spurt und der 20. Gesamtrang für mich drinnen. Einige Meter hinter der Linie war ich schon an fast allen vorbei, aber wie schon unser Stefan Schneider immer sprach: „ war i wurn....!“
Als 20er konnte ich aber als bester Österreicher an der eindrucksvollen Preisverteilung im Zentrum teilnehmen und bei 20 Preisträgern auch die Glückwünsche des UCI-Komissärs entgegen nehmen.

Ergebnis:
116 Kilometer, Schnitt: 45,15 Km/h (schnellster Rennschnitt aller Klassen)
1. De Maerteleire Kenny - BEL
2. Yates Sean - GBR
3. Emminger Christian - SUI
4. Mc Lean Andrew - RSA
5. Maretti Dennis - FRA
20. Alfon Michael - AUT

Bei der 15 Minuten zuvor gestarteten Klasse 5, konnte Ex-Weltmeister Ludwig Kronfuss nach einem sehr starken Rennen in einer 11-köpfigen Spitzengruppe den hervorragenden 7. Platz belegen. Er mußte sich einer ausländischen Übermacht und den daraus resultierenden ständigen Attacken geschlagen geben. Auch lancierte er den Sprint von der Spitze weg bereits bei 300-Meter wohl etwas zu früh....

Herzliche Gratulation, Ludwig!

Nachdenklicher Blick auf das grosse Starterfeld
Noch 10 Minuten bis zum Start, der Puls steigt...(er sollte später noch auf 180 und im Schnitt auf 149 steigen)
Christian Glaner's Komentar: "Hearst Michl, du bist a Talent ...."
Ludwig Kronfuss wird als 7.er in seiner Klasse geehrt.
Weltmeister De Maerteleire und der Zweite Sean Yates
Als 20er auch noch einen Preis für Michael Alfon