Lagerhaus Korneuburg Grand Prix

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26. Peter Dittrich Gedenkrennen - Lagerhaus Korneuburg Grand Prix

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News-Archiv

Samstag 15. November 2008, Alter: 10 Jahre

DER RÄUBER

...die Starken sterben nicht eines natürlichen Todes!


True Crime, Made in Austria: Ende der 80er Jahre wurde in Österreich ein Mann als "Pumpgun-Ronnie" berühmt. Im bürgerlichen Leben als Johann Rettenberger bekannt, überfällt der sympathische 30jährige Niederösterreicher mehrere Banken (an einem Tag sogar drei!). Seiner Frau erzählt er, er sei Laufen oder Spazieren gewesen. Wie die Bankräubergang "Die Ex-Präsidenten" in Kathryn Bigelows Surfer-Thriller "Point Break" (1991) zieht sich Pumpgun-Ronnie bei seiner Arbeit eine Ronald Reagan-Maske über den Kopf.
Der 1973 in Lilienfeld geborene und in Wien lebende Autor Martin Prinz hat den Bankräuber aus der Ferne gekannt. Verbunden hat die beiden ihre Liebe zum Laufsport. Mitte der achtziger Jahre nehmen beide an einem Wettbewerb in Niederösterreich teil, und der ältere Rettenberger hängt - natürlich ohne es zu wissen - den jüngeren Autor, wie später noch einige andere Verfolger, souverän ab. Jahre später heftet sich Martin Prinz dem Flüchtenden in seinem Roman "Der Räuber" erneut an die Fersen. "Der Räuber", so schmal wie eine Erzählung, läßt die letzten Stunden des flüchtenden Bankräubers noch einmal Revue passieren. Erklärungen, warum diese Figur ihre Einbrüche begangen hat, werden großräumig umgangen, das Innenleben des Flüchtenden ist nur insofern interessant, als es zu einer Fluchtbewegung drängt.
Vier Tage lang ist der geübte Marathonläufer zum Großteil zu Fuß im Umland von Wien unterwegs, narrt die verfolgende Polizei, bis ihn ein tötlicher Schuß trifft. Das vorangestellte Motto von Franz Kafka "Ich werde mich nicht müde werden lassen" gibt den ruhelosen Rhythmus vor. Rettenberger rennt und rennt: So ist "Der Räuber" kein Krimi sondern eine Art Laufstudie geworden, über einen, der nur im Rennen ein gewisse innere Ruhe finden kann, die ihm sonst im normalen Leben verwehrt bleibt. Die Einsamkeit des Langstreckenläufers - sympathisch ist allerdings, daß der Läufer in Bedrängnis und nicht als Held präsentiert wird. Als einer, der immer wieder gerade noch entkommt - und wir dürfen dabei sein und ertappen uns dabei, wie wir ihm die Daumen drücken. Dazwischengeschaltet lesen wir Originalberichte aus den Zeitungen und Rückblenden der Banküberfälle. Auch von einem Mord ist die Rede.
Prinz geht es in seinem Debüt um eine Beschreibung der Hast, darum, den Atem des Läufers erfahrbar zu machen. Das gelingt ihm mit seiner kühlen, eher distanzierten Sprache zum Teil ausgezeichnet und ohne falsches Psychologisieren, allerdings mit Wiederholungen - Laufen bleibt Laufen - und vielleicht einer Sprintbegeisterung, die nicht jeder teilen mag und die manchmal nah am Kitsch ist: "Ein Räuber geht durch die Nacht. Er tritt ein in die Finsternis, geht wie in einem Traum durch sie hindurch, steigt leise und unerkannt aus ihr heraus". Neugierig geworden auf diesen Autor ist man aber schon: Mal schauen, wie er seine weitere Laufstrecke plant.



DER RÄUBER – DER FILM erzählt die wahre Geschichte dieses vielseitig begabten Mannes: Johann Rettenberger. Jahrelang lebt er unentdeckt mit seiner Freundin in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Trip, der Bewegung und der Schönheit des Raubzugs. Als er entdeckt wird, tragen ihn seine Beine vor dem größten Polizeiaufmarsch der österreichischen Nachkriegsgeschichte davon. Benjamin Heisenbergs zweite Regiearbeit nach dem Erfolg von SCHLÄFER portraitiert den Räuber als Liebenden und Freiheitssucher, mit einem anarchistisch geführten Lebensprinzip, das unweigerlich in den Konflikt mit der Gesellschaft führen muss. DER RÄUBER erzählt von aberwitzigen Bankrauben, von österreichischer Landschaft, von unmöglicher Liebe und abenteuerlicher Flucht. Er verbindet die Dramatik des Gangstermythos mit der meditativen Apsychologie des modernen Verbrechens und der stillen Euphorie einer wahren Liebesgeschichte.

Dreharbeiten auf der Hohen Wand und in Dreistätten/Bericht Michael Alfon:
Auf Einladung des Piestingtal-Lauf-Veranstalters Peter Zens fanden sich am Samtag um 06:30 in der Früh 15 der besten Bergläufer NÖ’s ein, um bei den Dreharbeiten zum Kinofilm ein möglichst authentisches Bild abzugeben, - warum auch ich dabei war kann nicht an der diesjährigen Leistung liegen, wohl eher am Ruhm vergangener Tage oder wahrscheinlich am schauspielerischen Talent bzw. gar Aussehen.....
Die Szenen zum Berglauf sollten in den steilen Rampen der Hohen Wand-Mautstrasse nachgestellt werden. An die 10 – 15 Mal mussten wir im Endeffekt die ca. 500 Meter-Strecke laufen, - galt es doch einen richtigen Extremlauf zu simulieren und dabei dem Hauptdarsteller Andi Lust auch noch die Möglichkeit zu geben an uns vorbei zu ziehen. Obwohl er laut Regieassistenz brav trainiert hatte, hatte er damit seine liebe Not – O-Ton: „Burschn, bitte i kumm do ned vorbei, habts Gnade mit mir!“
Schließlich, nach ca. 3 Stunden war Teil1 vollbracht.
Teil 2 – der Zieleinlauf in Dreistetten war dann ähnlich mühsam, überhaupt nach der reichlichen Verköstigung durch das Team. Ungefähr 15 a 500 Meter Sprints mit vollem Magen, san a ka Lercherl....
Zum Abschluss wurde dann die Startsequenz im Herzen Dreistettens, unter Mitwirkung, der gesamten Ortschaft wie ich denke tadellos ins Bild gebracht.
Gage hat es keine gegeben, lediglich Speis und Trank war in Hülle und Fülle vorhanden. Es war jedenfalls ein tolles Erlebnis die Materie Film hautnah miterleben zu dürfen und dabei mitzuwirken.

Überzeugen kann man sich davon ab März nächsten Jahres in den deutschsprachigen Kinos und ein Jahr danach im ORF.

Maske für den Präsidenten - Maske: Wiltdrud Derschmidt
Kamerateam
Kamera: Reinhold Vorschneider
Regisseur Benjamin Heisenberg und Regie-Assistenz Fritz
Hauptdarsteller Andreas Lust mit Schriftsteller und Drehbuchautor Martin Prinz
....
Tolle Morgenstimmung in den Serpentinen der Hohen Wand-Mautstrasse
Der Fritz nach der ca. 15 Klappe leicht genervt
Prinz/Lust
Alles bestens abgesichert von der örtlichen Polizei
Die Tonmenschen - Ton: Marc Porisotto
Michl mit dem Mikro-Pudel
2. Szene - Zieleinlauf
8. Bergmarathon in Dreistetten, - alles vorhanden von den Plakaten über Pentek bis zur Verpflegung
Benjamin Heisenberg instruiert den 2. Assistenen Jens
Die letzten Kilometer...
Der Andi schon leicht geschafft...
Sieger Johann Rettenberger